Füllwörter

Tipps zum Vermeiden von Füllwörtern

5 Schritte mit denen Sie das "a", "äh" und "ähm" oder Wörter wie "also" etc. zwischen den Sätzen bei einer Rede oder im Gespräch vermeiden können.

Füllwörter
Füllwörter

Was sind Füllwörter?

Füllwörter sind Laute, Silben, Wörter oder kleine Sätze, die nicht zur Vermittlung des Inhalts beitragen. Ein Sprecher sagt sie zwischen einzelnen Sätzen oder auch mitten im Satz. Während des Sprechens der Füllwörter plant der Redende in Gedanken den nachfolgenden inhaltlichen Aspekt oder sucht nach einem Ausdruck. 

Im schlimmsten Falle wiederholt der Sprecher nach jedem Satz einen Laut wie "ä" oder ein Wort wie "also" oder auch kleine Floskelsätze wie "ich würde sagen".

 

Warum benutzt man Füllwörter?

Mit Füllwörtern überbrückt der Redner die Zeit zwischen den einzelnen Gedanken um kurz Zeit fürs Nachdenken zu haben. Unbewusstes Ziel der Füllwörter ist es, dem Zuhörer zu vermitteln, dass gleich der nächste Satz kommt, damit der Zuhörer bei der Stange bleibt und nicht den Eindruck hat, der Redende wäre am Ende seiner Ausführungen angekommen. Alle Menschen benutzen beim Reden Füllwörter. Stören tun sie nur, wenn der Redner immer das gleiche Füllwort oder die gleiche Floskel nutzt und wenn sie sehr häufig verwendet werden. Im schlimmsten Fall nach fast jedem Satz oder jedem ausgeführten Gedanken. 

Was bewirken Füllwörter?

Füllwörter führen nicht zur Aufrechterhaltung des Kontakts. Im Gegenteil!  Wenn Füllwörter sich zwischen den Sätzen sehr häufig wiederholen, lenken Füllwörter die Gesprächspartner vom Zuhören sehr stark ab.

Wie vermeidet man Füllwörter?

Der bloße Wille keine Füllwörter mehr zu sagen, reicht nicht. Im Gegenteil! Je mehr sich der Sprecher bemüht, desto häufiger scheinen sie ihm auf der Zunge zu liegen. Es ist wie mit "denke nicht an einen rosaroten Elefanten". Solche Vorhaben sind zum Scheitern verurteilt.

 

Doch es gibt einen Weg der zum Ziel führt. Die folgende 5 Schritte helfen Ihnen dabei, die Pause zwischen den Gedanken für den Zuhörerkontakt zu nutzen, statt sie mit Füllwörtern zu überbrücken. 


FÜLLWÖRTER LOSWERDEN

Der Schlüssel zum Abbau von Füllwörtern ist nicht, sie sich "abzutrainieren" sondern sie durch positiv gefüllte Pausen zu ersetzen.

Es macht auch viel mehr Spaß an einem "Mehr" zu arbeiten als sich etwas wegnehmen zu müssen.

Fuellwoerter und Floskeln
Fuellwoerter und Floskeln

Wie Sie in 5 Schritten Ihre Füllwörter los werden

Schritt 1 - Analysieren Sie die Art und die Anzahl Ihrer Füllwörter

Fragen Sie Menschen die sie gut kennen und Kollegen nach ihren Beobachtungen. Wenn Sie einen großen Hang zu Füllwörtern haben, werden Sie ein entsprechendes Feedback erhalten. Zudem empfiehlt sich eine Tonaufnahme. Schreiben Sie anhand der Aufnahme Ihre persönlichen Füllwörter und Floskelsätze auf und zählen Sie sie. Vergleichen Sie diese mit der Anzahl ihrer abgeschlossenen Sätze. Die Zahl der Füllwörter sollte kleiner als 20% Ihrer Sätze sein. 

Schritt 2 - Trainieren Sie Gedankenpausen

Benennen Sie laut Dinge im Raum. Überlegen Sie nicht im Vorfeld welche Dinge Sie benennen wollen sondern überlegen Sie sich jeden nächsten Gegenstand immer neu. Machen Sie nach jedem Benennen bewusst eine Pause und lassen Sie sich so lange Zeit, bis sie sich klar über das nächste Wort sind. Beispiel: "Tisch" - PAUSE - "Kerzenständer" - PAUSE etc. So üben Sie, die Sprechpausen ohne Füllwörter zum Denken zu nutzen.

Schritt 3 - Trainieren Sie Blickkontakt

Das unbewusste Ziel der Füllwörter ist die Aufrechterhaltung des Kontakts. Daher muss das Füllwort durch einen anderen Kontaktschlüssel ersetzt werden. Dieser ist der Blickkontakt. Nehmen Sie im Gespräch oder einer Rede nach einem abgeschlossenen Gedanken bewusst Blickkontakt auf.  Üben Sie beim Nachdenken, nicht nach oben oder unten sondern "durch die Zuhörer hindurch" zu schauen. 

Schritt 4 - Schenken Sie den Zuhörern Zeit

Menschen, die die Sorge haben, die Zuhörer könnten sich durch zu lange Pausen zwischen den Gedanken langweilen, nutzen besonders häufig Füllwörter. Wenn Sie zu diesen emphatischen Menschen gehören, machen Sie sich klar, dass auch die Zuhörer die Pause zwischen den Gedanken brauchen um ihn zu verarbeiten. Bei zu kurzen Sprechpausen zwischen den Gedanken können die Zuhörer dem Inhalt des Gesagten schwer folgen. Bedenken Sie dass ihnen als Sprecher die Pause deutlich länger vorkommt als den Zuhörern, da diese ihre Ausführungen zum ersten Mal hören. 

Schritt 5 - Lächeln Sie!

Füllen Sie die Pause zwischen den Gedanken mit positivem Kontaktaufbau. Lächeln Sie Ihre Zuhörer nach jedem Gedanken freundlich an. Es geht hierbei auf keinen Fall um ein aufgesetztes Grinsen sondern um positiven Kontaktaufbau, der das gesagte bestätigt. Sie können z.B. gedanklich ein "stimmts?" sagen ohne es laut auszusprechen. Die Zuhörer verstehen dieses nonverbale Signal und werden die Pause niemals als zu lang empfinden.

 

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